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Mix

Bevor wir in tiefere Gewässer von Elixir eintauchen können, müssen wir erst mix lernen. Falls du mit Ruby vertraut bist, so ist mix wie Bundler, RubyGems und Rake zusammen. Es ist ein elementarer Bestandteil eines Elixir-Projekts und in dieser Lektion werden wir ein paar der tollen Features kennenlernen, die uns mix bietet. Um alles zu sehen, was dir mix bietet, sieh dir doch mix help an.

Bis jetzt haben wir ausschließlich innerhalb von iex mit dessen Limitierungen gearbeitet. Um etwas Bedeutenderes zu bauen müssen wir unseren Code in mehr Dateien aufteilen, um ihn effektiv zu verwalten. Mix lasst uns genau das für unsere Projekte tun.

Inhaltsverzeichnis

Neue Projekte

Wenn wir soweit sind, ein neues Elixir-Projekt zu erstellen, macht mix es uns mit dem mix new-Befehl einfach. Dieser generiert die Verzeichnisstruktur unseres Projekts und notwendiges Boilerplate. Alles ziemlich unkompliziert, also lass uns loslegen:

$ mix new example

An der Ausgabe können wir sehen, dass mix unser Verzeichnis und eine Sammlung an Boilerplatedateien erstellt hat:

* creating README.md
* creating .gitignore
* creating mix.exs
* creating config
* creating config/config.exs
* creating lib
* creating lib/example.ex
* creating test
* creating test/test_helper.exs
* creating test/example_test.exs

In dieser Lektion konzentieren wir uns auf mix.exs. Wir konfigurieren unsere Anwendung, Abhängigkeiten, Umgebung und Version. Öffne die Datei mit deinem Editor und du solltest etwas Ähnliches wie hier sehen (Kommentare für die Lesbarkeit entfernt):

defmodule Example.Mixfile do
  use Mix.Project

  def project do
    [app: :example,
     version: "0.0.1",
     elixir: "~> 1.0",
     build_embedded: Mix.env == :prod,
     start_permanent: Mix.env == :prod,
     deps: deps]
  end

  def application do
    [applications: [:logger]]
  end

  defp deps do
    []
  end
end

Die erste Sektion, welche wir anschauen werden ist project. Hier definieren wir den Namen unserer Anwendung (app), spezifizieren die Version (version), Elixir-Version (elixir) und am Schluss Abhängigkeiten (deps).

Die Sektion application wird während der Erstellung unserer Anwendungsdatei wichtig, was wir uns gleich ansehen.

Interaktiv

Es könnte vonnöten sein iex im Kontext unserer Anwendung zu starten. Glücklicherweise macht mix das einfach. Wir können so eine neue iex-Sitzung starten:

$ iex -S mix

iex auf diese Weise zu starten lädt unsere Anwendung und Abhängigkeiten in die aktuelle Laufzeitumgebung.

Kompilieren

Mix ist clever und kompiliert Änderungen, falls notwendig. Es kann jedoch immer noch notwendig sein dein Projekt manuell zu kompilieren. In dieser Sektion werden wir uns ansehen, wie man ein Projekt kompiliert und was das alles bedeutet.

Um ein mix-Projekt zu kompilieren brauchen wir nur mix compile im Hauptverzeichnis unserer Anwendung aufzurufen:

$ mix compile

Da noch nicht viel in unserem Projekt vorhanden ist, ist die Ausgabe nicht besonders spannend:

Compiled lib/example.ex
Generated example app

Wenn wir ein Projekt kompilieren kreiert mix ein Verzeichnis _build für unsere Artefakte. Falls wir dort einen Blick rein werfen, sehen wir unsere kompilierte Anwendung: example.app.

Abhängigkeiten verwalten

Unser Projekt hat noch keine Abhängigkeiten, wird sie aber bald haben und so fahren wir fort und behandeln wie man Abhängigkeiten definiert und herunterlädt.

Um eine neue Abhängigkeit festzulegen müssen wir sie zuerst in die Sektion deps der Datei mix.exs hinzufügen. Unsere Liste von Abhängigkeiten besteht aus Tupeln mit zwei notwendigen Werten und einem optionalen Wert: Der Paketname als atom, dem Versionsstring und optionalen Optionen.

Für dieses Beispiel lass uns ein Beispiel mit Abhängigkeiten anschauen, etwa phoenix_slim:

def deps do
  [{:phoenix, "~> 1.1 or ~> 1.2"},
   {:phoenix_html, "~> 2.3"},
   {:cowboy, "~> 1.0", only: [:dev, :test]},
   {:slime, "~> 0.14"}]
end

Wie du vielleicht schon anhand der Abhängigkeiten oben erkennen kannst ist cowboy nur während der Entwicklung und Tests wichtig.

Haben wir einmal unsere Abhängigkeiten definiert, bleibt nur noch eines übrig: Sie herunterladen. Das ist analog zu bundle install:

$ mix deps.get

Das war’s! Wir haben unsere Abhängigkeiten definiert und heruntergeladen. Nun sind wir darauf vorbereitet mit Abhängigkeiten umzugehen, wenn die Zeit kommt.

Umgebungen

Mix unterstützt wie Bundler abweichende Umgebungen. Standardmäßig arbeitet mix mit drei Umgebungen:

Die aktuell verwendete Umgebung kann mit Mix.env abgefragt werden. Wie erwartet kann die Umgebung mit der MIX_ENV-Umgebungsvariable gesetzt werden:

$ MIX_ENV=prod mix compile

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